Bild von Annina Zamani

Wir wollen Barrieren abbauen und Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bieten, an Reisen und kulturellen Veranstaltungen aktiv teilzunehmen.
Annina Zamani:
Bis zum Jahr 2010 habe ich ein Leben auf der Überholspur geführt, geprägt von Reisen und internationalen Erfolgen.
Nach dem Überleben eines Wendepunkts in meinem Leben bekam ich eine andere Sichtweise. Die Tatsache, dass ich keine gesundheitlichen Schäden davongetragen habe, schärfte meine Sinne und ich nahm Menschen wahr, die ich völlig aus dem Blick verloren hatte.

Darunter auch meine Tante Dagmar, eine Dirigentin, die aufgrund einer MS-Erkrankung mit 38 Jahren in den Rollstuhl kam und inzwischen verstorben ist. Als ich ihr von meinen Reisen und Erlebnissen in Neuseeland, Laos, Los Angeles und Westafrika erzählte, sagte sie nach einer langen Pause: „Das ist das Einzige, was ich noch gerne getan hätte: eine Reise!“ Es war ihr Wunsch, mehr von der Welt zu sehen. So bin ich auf die vielen Menschen aufmerksam geworden, die den Wunsch haben, trotz Krankheit oder Behinderung nicht immer zu Hause bleiben zu müssen – sie wollen raus in die Welt! Meine Entscheidung: Die Gründung eines sozialen Unternehmens – GROSSER WAGEN

Dagmar